Manfred Kyber
Neues Menschentum

Manfred Kyber (1880-1933) fasste vor seinem frühen Tod in seinem letzten Werk „Neues Menschentum“ zusammen, was ihm in der Seele brannte.

Anfang der 1930er Jahre erfolgte dieser flammende Aufruf an die Menschheit, „deren Rettung er in der Wiedergewinnung eines verlorenen Menschentums sah und in der Rückkehr zur Pflicht der Menschlichkeit. Erfüllt von hohem ethischen Empfinden, beseelt davon, das Gute im Menschen erwachen zu lasssen und zu stärken, setzte er sich kämpferisch für ein geistiges und sittlich vertieftes Leben ein“, so beschreibt seine Tochter Leonie im Vorwort des Buches den Dichter und sein Anliegen.

Die Grundfehler des derzeitigen geistlosen Weltbildes und der Naturferne scharfsinnig aufdeckend, weist er auf Lösungen der Menschheitsfragen hin. So beleuchtet er die Volkskultur und -gesundheit, die Staatsführung, Rechtspflege, Religion, Wirtschaft, Technik, Architektur, das Schulwesen, das Handwerk, die Kunst, sowie seine besondere Herzensangelegenheit, den Tierschutz. Als roter Faden zieht sich durch alle Betrachtungen die unumgängliche Notwendigkeit eines Gesinnungswandels zum Edleren hin –  im Bewußtsein der Einheit von Diesseits und Jenseits.

Durchaus sachlich behält er dabei im Blick: „Das Ziel, das wir erstreben, ist ohne Übergang nicht zu erreichen. Eine Idee wird nicht dadurch zum Siege geführt, daß man sie vom hohen Katheder herab verkündet, sondern daß man sie allmählich im Stofflichen gestaltet.“

Bereits vor über 80 Jahren als Weckruf in zwölfter Stunde an die „Menschen der Weltwende“ gerichtet, wie sie Kyber nennt, sind sämtliche Ausführungen zu den Themen des Buches heute drängender denn je – im Großen wie im Kleinen.

Es liegt im Vermögen jedes Einzelnen, mitzuhelfen, das neue Menschentum nun tatsächlich im Stofflichen zu gestalten…

MW

Vom selben Autor: „Die drei Lichter der kleinen Veronika“

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